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Europäischer Dachverband · Italien · national
Keine direkte Mitgliedschaft für Betriebe
Der nationale Verband der italienischen Bodenverbesserungs- und Bewässerungskonsortien (Consorzi di bonifica e di irrigazione) mit Sitz in Rom und regionalen ANBI-Verbänden. Nach seinen Angaben betreiben die Mitgliedskonsortien rund 231.000 km Bewässerungs- und Entwässerungskanäle, 16.700 km Deiche, 914 Speicher und 1.668 Pumpwerke auf etwa 17,9 Millionen Hektar. ANBI vertritt die Konsortien, schließt Vereinbarungen (z. B. mit dem Zivilschutz) und informiert fachlich. Für Landwirte ist er wichtig, wenn ihr Land im Gebiet eines Konsortiums liegt.
ANBI hat keine Landwirte als Mitglieder, Mitglieder sind die Konsortien. Landwirte haben mit dem örtlichen Consorzio di bonifica zu tun: Nach Codice civile art. 860 und R.D. 215/1933 art. 10 zahlen Eigentümer von Grundstücken im Konsortialgebiet (comprensorio) einen „contributo di bonifica“, wenn das Grundstück einen direkten und konkreten Vorteil aus den Meliorationsanlagen hat (laut Rechtsprechung genügt die bloße Lage im Gebiet nicht). Bewässerungswasser wird gesondert berechnet. Die Einzelheiten regeln Regionalgesetze.
ANBI erhebt von Landwirten keine Beiträge. Der Beitrag des örtlichen Konsortiums (contributo di bonifica) richtet sich nach dem Vorteil für das Grundstück gemäß Klassifizierungsplan (piano di classifica); die Höhe teilt das örtliche Konsortium mit.
Nur zur Information, keine Rechtsberatung. Die Pflichtmitgliedschaft regelt das jeweilige Gesetz — jedes Profil nennt die Quelle.