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Branchenverband · Spanien · national
Pflichtabgabe ohne Mitgliedschaft
Die Branchenorganisation des spanischen Olivenölsektors, gegründet 2002; ihre öffentliche Marke ist „Aceites de Oliva de España“. Sie vereint die Verbände der Olivenerzeuger, Genossenschaften, Ölmühlen, Abfüller und Exporteure (im Vorstand z. B. ASAJA, UPA, Cooperativas Agro-alimentarias, ASOLIVA). Nach eigenen Angaben vertritt sie 400.000 Olivenerzeuger, 1.755 Ölmühlen und 1.500 Abfüller. Sie finanziert Absatzförderung für Olivenöl in vielen Ländern, Marktinformation und F&E.
Mitglieder sind Verbände; ein Landwirt wird nicht direkt Mitglied. Die Allgemeinverbindlicherklärung durch die Orden APA/860/2024 (1.10.2024–30.9.2029) belegt alles in Spanien erzeugte und vermarktete Olivenöl mit einem Pflichtbeitrag. Den Erzeugungsanteil zahlt die Ölmühle (almazara); bei Lohnpressung (maquila) gibt sie ihn an den Eigentümer der Oliven weiter. Den Vermarktungsanteil zahlt der Erstkäufer oder Abfüller bzw. ein Landwirt, der sein lohngepresstes Öl in seine eigenen Räume übernimmt.
Insgesamt 6 € je Tonne: 3 €/t Erzeugungs- und Verarbeitungsbeitrag und 3 €/t Vermarktungs-/Abfüllbeitrag. Monatlich vom betroffenen Unternehmen bis zum Ende des Rechnungsmonats zu zahlen. Wer Oliven an eine Ölmühle verkauft, zahlt nicht direkt.
Beitragsgrundlage: flächen-/mengenabhängig
Nur zur Information, keine Rechtsberatung. Die Pflichtmitgliedschaft regelt das jeweilige Gesetz — jedes Profil nennt die Quelle.