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Branchenverband · Spanien · national
Pflichtabgabe ohne Mitgliedschaft
Die spanische Branchenorganisation für das Iberische Schwein (cerdo ibérico): Sie vertritt Züchter und Verarbeiter (Schlachthöfe, Schinken- und Fleischbetriebe) zu gleichen Teilen. Nach eigenen Angaben umfasst sie 17.684 Betriebe, 77 Schlachthöfe und 1.184 Verarbeiter. Sie betreibt das Rückverfolgungssystem ÍTACA, vergibt die Schinken- und Schulterplomben der Qualitätsnorm für Iberico (Norma de Calidad del Ibérico, RD 4/2014) und finanziert Absatzförderung, Marktinformation und Forschung.
Mitglieder sind Verbände (Züchter- und Verarbeiterzweig); ein Landwirt wird nicht direkt Mitglied. Die Allgemeinverbindlicherklärung durch die Orden APA/1275/2025 (2.1.2026–31.12.2030) gilt jedoch für alle Marktteilnehmer in Spanien, ob Mitglied oder nicht: Ein Beitrag fällt für jedes als iberisch geschlachtete Schwein mit REA-Nachweis (Rasse–Alter–Fütterung) an. Den Erzeugeranteil zahlt, wer das Schwein an einen spanischen Schlachthof liefert (ist dies nicht der Züchter, darf er ihn an diesen weitergeben). Züchter iberischer Schweine müssen in ÍTACA täglich die zur Schlachtung abgehenden Partien melden.
Pflichtbeitrag (2026–2030, unverändert): insgesamt 0,70 € je Schwein, je zur Hälfte Erzeuger- und Verarbeiterzweig. Erzeugeranteil: 0,26 € für jedes Schwein mit REA-Nachweis + 0,09 € je Schlachtkörper, dessen Schinken/Schulter eine ASICI-Plombe erhält (bei Schinken mit g.U.-Plombe entfällt dieser zweite Teil oder wird ermäßigt). Der Schlachthof zieht ihn monatlich ein und zahlt ihn an ASICI; der Landwirt sieht ihn in der Schlachtabrechnung.
Beitragsgrundlage: Tierzahl
Nur zur Information, keine Rechtsberatung. Die Pflichtmitgliedschaft regelt das jeweilige Gesetz — jedes Profil nennt die Quelle.